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Dresden Monarchs läuten am Sonnabend gegen Würzburg die neue Saison ein
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Football Dresden Monarchs läuten am Sonnabend gegen Würzburg die neue Saison ein

Die Dresdner Bundesliga-Footballer haben in diesem Jahr allen Grund zu feiern. Seit 25 Jahren gibt es die Dresden Monarchs, seit 2002 spielen sie in der deutschen Eliteliga. Bevor am 6. Mai die Liga wieder startet, wollen sich die Spieler von Trainer John Leijten am Sonnabend gegen den Regionalligisten Würzburg noch den Feinschliff holen.

Runningback Joseph Bergeron (l.) und Quarterback Garret Safron wollen in die Jubiläumssaison Spaß haben.

Quelle: Jochen Leimert

Dresden. Seit 25 Jahren wird bei den Dresden Monarchs Football gespielt – das muss gefeiert werden. Am besten geht das natürlich mit vielen Siegen. Den ersten Erfolg können die „Königlichen“ ihren Fans schon am Sonnabend schenken, ab 15 Uhr sind die Würzburger Panther zu Gast im Steyer-Stadion. Zwei Wochen vor dem Punktspielauftakt will das Erstliga-Team von Trainer John Leijten gegen den Regionalligisten noch an den einstudierten Spielzügen feilen und mit vielen Punkten Schwung für die erste GFL-Partie gegen die Hildesheim Invaders (6. Mai, 16 Uhr) holen.

Monarchs-Präsident Sören Glöckner ist stolz auf die Entwicklung des Clubs, der seit 1992 kontinuierlich gewachsen ist und seit 2002 in der 1. Bundesliga spielt. Gern erinnert er sich an die Meilensteine der Vereinsgeschichte: „Mit der Verpflichtung des ersten Coaches Bob Guice und der ersten amerikanischen Spieler haben wir Football in strukturierter Form kennen gelernt. Das war eine völlig neue Dimension. Die damit verbundenen Aufstiege haben uns eine ganz andere Welt eröffnet.“ Der Erstliga-Aufstieg im alten Harbig-Stadion sei ein „Riesenkracher“ gewesen, die erste Teilnahme am German Bowl 2013 nicht minder. Das 34:35 gegen Braunschweig werde er nie vergessen: „So aufgeregt wie in diesem Spiel war ich in keinem anderen.“

Obwohl die Partie in letzter Minute verloren ging und der Meistertitel noch in der Vereinschronik fehlt, wollen die Monarchs für den ersehnten Triumph kein finanzielles Risiko eingehen. Klar habe man auch mal darüber nachgedacht, „aber wir kommen einfach nicht über unseren inneren Schweinehund hinweg“, so Glöckner. Ehrgeizige sportliche Ziele und der gleichzeitige Bau des Kunstrasenplatzes hätten den Verein schon einmal „ans finanzielle Limit“ gebracht. Es habe dann Jahre gedauert, den Eigenanteil an der Investition abzuzahlen: „Das hat uns schon erschöpft – und wir möchten nicht das Schicksal erleiden, was uns andere Clubs als Negativbeispiele vor Augen geführt haben.“ Man würde sich über ein Play-off-Viertelfinale in Dresden und den Halbfinal-Einzug freuen, den Titel auch gern mitnehmen, „aber wir werden ihn nicht mit aller Macht anstreben“, so Glöckner. Er ist auch so sehr zufrieden mit der Entwicklung des Vereins, denn die Mitgliederzahl stieg auf 650. Das Interesse bei den Probetrainings war so groß, dass man wieder eine 2. Mannschaft aufstellte.

Der Etat (rund 450 000 Euro) bleibt gleich, das kleine Plus durch den Verkauf individuell beflockter Trikots in Höhe von 25 000 Euro will der Verein in die Ausgestaltung der Feierlichkeiten stecken. Höhepunkt der Festivitäten zum Vereinsjubiläum soll der Sparkassen-Gameday am 10. Juni im DDV-Stadion gegen die Kiel Baltic Hurricanes werden, vereinsintern wird schon 25. Mai gefeiert.

Trainer John Leijten hofft, dass die Mannschaft bis dahin gut in die Serie gestartet ist. Die Mannschaft habe sich im Trainingscamp schnell gefunden, erklärt er zufrieden: „Die Atmosphäre in der Mannschaft ist großartig.“ Der neue US-Quarterback Garrett Safron habe sich gut eingelebt. „Wir hatten schon letztes Jahr Kontakt, da hat er sich für Italien entschieden. Es ist jetzt ganz gut, jemanden zu haben, der schon ein Jahr Erfahrung in Europa mitbringt“, sagt Leijten. Der Kalifornier Safron hat den Wechsel von Mailand nach Dresden bisher nicht bereut: „Die Trainingsbedingungen und die Organisation hier sind besser als in Italien.“ Für Runningback Joseph Bergeron, der in sein zweites Jahr mit den Monarchs geht, ist der neue Spielmacher eine Bereicherung: „Er hat zu Hause auf dem selben Level wie ich gespielt. Er macht seine Sache sehr gut.“ Wie gut, davon können sich die Monarchs-Fans erstmals am Sonnabend gegen Würzburg überzeugen.

Von Jochen Leimert

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