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Rekordhalter Gabius gibt beim Hannover-Marathon auf
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Leichtathletik Rekordhalter Gabius gibt beim Hannover-Marathon auf

Marathon-Ass Arne Gabius tut sich schwer, wieder auf die Beine zu kommen. Sein Rekord-Coup von Frankfurt liegt eineinhalb Jahre zurück, auch in Hannover kann er daran nicht anknüpfen.

Arne Gabius musste beim Marathon in Hannover aufgeben.

Quelle: Silas Stein

Hannover. Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius ist bei seinem Marathon-Comeback in Hannover nicht ins Ziel gekommen. Der 36 Jahre alte Wahl-Stuttgarter stieg nach gut 30 Kilometern aus.

"Die Achillessehne zwickt. Zwischen Kilometer 31 und 32 wurde mir der Stecker gezogen", sagte Gabius dem NDR-Fernsehen. Gabius hatte einen Platz unter den Top drei angepeilt. "Das Ziel war, gesund anzukommen", sagte der frühere EM-Zweiter über 5000 Meter, blieb aber nach knapp eindreiviertel Stunden Laufzeit stehen und zog sich den linken Schuh aus.

Gabius, der seit diesem Jahr für den schwäbischen Verein TherapieReha Bottwartal startet, hatte im Oktober 2015 in Frankfurt den deutschen Rekord auf 2:08:33 Stunden verbessert. Beim London-Marathon vor einem Jahr musste er wegen Magenproblemen aufgeben. Wegen einer Schambeinentzündung fehlte er dann bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Der Langstreckenläufer laborierte relativ lange an der Verletzung.

In Hannover wollte Gabius erstmals seit knapp eineinhalb Jahren wieder die klassische 42,195-Kilometer-Distanz bewältigen. "Mir fehlen noch drei, vier Wochen in der Vorbereitung", sagte er. Bei einem Herbstmarathon, möglicherweise in Frankfurt oder Berlin, will er den nächsten Anlauf wagen. Einen Start bei der WM im August in London hatte er nach seinem Streit mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ausgeschlossen. Nach dem verpatzten Rennen in Hannover fehlt ihm dazu auch die nötige WM-Norm.

Als Erster durchs Ziel rannte der Kenianer Allan Kipkorir Kiprono. Der 27-Jährige setzte sich nach 2:09:52 Stunden vor seinem Landsmann Philip Sanga und dem Norweger Sondre Moen (beide 2:10:07) durch. Bei den Frauen landete die für den LG Braunschweig startende Fate Tola einen Favoritensieg. Die gebürtige Äthiopierin, die seit dem vergangenen Sommer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, gewann in 2:27:48 Stunden. Die 30-Jährige verwies bei ihrem Sololauf die Ukrainerin Natalja Lehonkowa (2:33:20) mit deutlichem Vorsprung auf Rang zwei. "Ich bin sehr zufrieden, dass ich unter 2:28 gelaufen bin", sagte Tola.

Bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften im Rahmen der Veranstaltung in Hannover siegten Philipp Baar aus Düsseldorf in 64:57 Minuten und Seriengewinnerin Sabrina Mockenhaupt (Hamburg) in 70:54 Minuten.

dpa

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