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Prozess um Angriffe auf Volksfest - Angeklagte schweigen zu Vorwürfen
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Sächsische Schweiz Prozess um Angriffe auf Volksfest - Angeklagte schweigen zu Vorwürfen

Gut ein Dreivierteljahr nach den brutalen Angriffen auf Ausländer bei einem Volksfest in Neustadt (Sächsische Schweiz) hat am Donnerstag der Prozess gegen drei Rechtsradikale am Dresdner Landgericht begonnen.

Gut ein Dreivierteljahr nach den brutalen Angriffen auf Ausländer bei einem Volksfest in Neustadt (Sächsische Schweiz) hat am Donnerstag der Prozess gegen drei Rechtsradikale am Dresdner Landgericht begonnen.

Quelle: dpa

Neustadt. Gut ein Dreivierteljahr nach den brutalen Angriffen auf Ausländer bei einem Volksfest in Neustadt (Sächsische Schweiz) hat am Donnerstag der Prozess gegen drei Rechtsradikale am Dresdner Landgericht begonnen. Ein 33-Jähriger ist wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung, ein 24-Jähriger und ein 38-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Den Älteren wird zudem das Verwenden von Zeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Die Angeklagten schwiegen zu den Vorwürfen.

Der 33-Jährige soll am 18. Juni 2016 zur Sonnenwendfeier im Neustädter Ortsteil Polenz zwei Bulgaren und später mit den beiden anderen Männern zusammen einen Rumänen brutal attackiert und teils schwer verletzt haben. Laut Anklage schlugen und traten sie auch noch, als diese bereits wehrlos am Boden lagen. Der Hauptangeklagte „nahm tödliche Verletzungen in Kauf“, sagte die Staatsanwältin. „Er handelte aus Hass auf Ausländer heraus.“

Neben übelsten Beschimpfungen soll der Vater zweier Kinder auch den Hitlergruß gezeigt und wie der 38-Jährige „Sieg Heil“ oder „Heil Hitler“ gerufen haben. Der Gelegenheitsarbeiter ist seit Ende Juni 2016 in Untersuchungshaft, bei ihm war eine blutverschmierte Jacke gefunden worden. Der Ältere sitzt derzeit eine Haftstrafe wegen anderer Delikte ab. Der Prozess wird am 28. April fortgesetzt.

dpa

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