Menü
Mehr Bio made in Sachsen: Plus von 29 Prozent bei Öko-Äckern
Klein Mittel Groß

Aufgrund wachsender Nachfrage Mehr Bio made in Sachsen: Plus von 29 Prozent bei Öko-Äckern

Der bundesweit wachsende Bio-Trend erreicht auch Sachsen mehr und mehr. Bereits 48 150 Hektar Fläche im Freistaat werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Plus von rund 29 Prozent gegenüber 2015.

Symbolfoto

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Dresden. Der bundesweit wachsende Bio-Trend erreicht auch Sachsen mehr und mehr. Bereits 48 150 Hektar Fläche im Freistaat werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht einem Plus von rund 29 Prozent gegenüber 2015. Bio-Anbau gibt es damit inzwischen auf 5,3 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen. Auch die Zahl der Bio-Betriebe hat um neun Prozent auf 604 zugenommen.

„Dieser Anstieg beim Ökolandbau ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Nachfrage nach Ökoprodukten wächst, und zwar bisher schneller als das Angebot“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Damit auch sächsische Betriebe von diesem Trend profitierten, habe der Freistaat zu Jahresbeginn die Umstellungsprämien erhöht. Damit werden Landwirte, die auf Bio-Anbau umstellen, in der wirtschaftlich besonders schwierigen ersten Zeit unterstützt. Denn während der Umstellung müssen sie ihre Waren schon nach Öko-Richtlinien erzeugen, dürfen die Ernte aber noch nicht mit dem „bio“-Label verkaufen.

In den ersten beiden Jahren bekommen neue Bio-Landwirte nun je nach angebauter Kultur zwischen 330 und 1410 Euro pro Hektar. Im dritten Jahr beträgt die Förderung zwischen 230 und 890 Euro. Damit zahlt Sachsen beispielsweise für den Bioanbau von Obst oder Wein 520 Euro mehr pro Hektar als bisher. Bis 2020 stellt der Freistaat für den Ökolandbau mehr als 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch deutschlandweit ist der Trend zu mehr Ökolandflächen ungebrochen. Nach Angaben des Dachverbands Bölw stellten im vergangenen Jahr jeden Tag im Schnitt fünf Betriebe auf Bio-Landwirtschaft um. Die heimische Ökolandfläche sei damit um knapp neun Prozent auf rund 1,2 Millionen Hektar gewachsen. Das entspricht einem Anteil von 7,1 Prozent. Sachsen liegt mit einer Quote von 5,3 Prozent im Vergleich aller Bundesländer im unteren Drittel.

Aktuell werden bundesweit 26 855 Höfe nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet. Das entspricht einem Jahres-Plus von mehr als 2000 Betrieben. Im Vergleich dazu sei die Zahl aller deutschen Landwirtschaftsbetriebe im vergangenen Jahr um 4800 zurückgegangen. Damit erzeugt dem Verband zufolge fast jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb in Deutschland bereits Bio-Lebensmittel.

Der Umsatz der Biobranche in Deutschland hat sich in den vergangenen 15 Jahren etwa vervierfacht und liegt derzeit bei rund 9,5 Milliarden Euro. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Biomarkt weltweit.

dpa

E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Die Sächsische Schweiz ruft zu den Bahnerlebnistagen
Nächster Artikel: Müller-Gruppe will Werke schließen - Leppersdorf zentraler Standort?